das sind wir - eine Seite wo wir Beobachter uns vorstellen!
Büchsenmeister Josef
Schon als Kleinkind interessierte mich alles was sich über der Erdoberfläche befand. Noch heute ist mir in Erinnerung wie ich damals mit meinem Vater die letzte Mondlandung verfolgt hatte von Apollo 17 oder das Rendezvous von Apollo und Sojus 1975.
Meine ersten astronomischen Erinnerungen gehen ins Vorschulalter wo ich mit einem uralten WK 1 Feldstecher meines Urgroßvaters eine Mondfinsternis verfolgte und dabei auch gleich meine erste helle Sternschnuppe sah. Damals glaubte ich noch das Ding sei unweit von mir auf einem Acker niedergegangen.
1976 im Alter von 8 Jahren war damals der Komet West sichtbar, leider aber nicht für mich den mit meiner Familie waren wir immer gegen Mitternacht draußen, der Komet war aber vor Sonnenaufgang im Osten sichtbar aber das wußte halt keiner. Diese geheime Faszination ließ mich nicht mehr los.
In der Schule verschlang ich dann wahrlich alle Bücher der Schulbibliothek wo ich etwas von den Sternen oder Raumschiffen finden konnte.
Ein Ausziehfernrohr mit 30mm Öffnung und 15fache Vergrößerung auf selbstgebasteltem Holzstativ ermöglichte mir zum ersten Mal Krater auf dem Mond zu erkennen, ich war begeistert.
1981 startete dann zum ersten Mal ein Space Shuttle, wie gerne wäre ich da mitgeflogen. Damals wußte ich noch nicht, dass sich zumindest der Traum vom Fliegen für mich einmal erfüllen würde als Pilot in Command im Cockpit eines Flugzeuges.
1981 war auch das Jahr wo ich meinen ersten astronomischen Refraktor als Weihnachtsgeschenk hinter dem Christbaum vorfand, damit entwickelte sich aber gleich eine andere Leidenschaft. Die Weihnachtsfeiertage waren noch nicht mal vorbei da hat ich das Gerät schon ein wenig umgebaut, das alte Ausziehfernrohr umgebaut und verkürzt und den mitgelieferten "Sucher" am 60mm Refraktor ersetzt. Ich erinnere mich noch genau an den Moment wie ich in den Wintermonaten am Morgen vor der Schule dann zum ersten mal in meinem Leben das Fernrohr auf den Planeten Saturn richtet, ich war so was von überwältigt von diesem Anblick, trotz der bescheidenen Abbildungsgüte des damaligen Gerätes, das ich den Schulbus nicht mehr erreichte und mich meine Mutter zur Schule fahren mußte um rechtzeitig im Unterricht zu sein.
Nach und nach wurden die verschiedensten Instrumente erworben über Newton-Teleskope bis zu SC - Fernrohren, schlußendlich bin ich wieder beim Refraktor gelandet.
Eines hatten und haben die Teleskope heute noch gemeinsam, bei allen Teilen wurde herumgebastelt, zerlegt und wieder zusammengebaut. Kein einziges Gerät blieb bei mir so wie ich es gekauft hatte, da hab ich einen Drang zum optimieren von Linsenabständen zum Ändern und zum Justieren von optischen Komponenten. Danach wird immer gleich getestet wie sich die Umbauten oder Einstellungen auf die Abbildung auswirkten, so konnte ich in Bezug auf Optik die eine oder andere Erfahrung sammeln.
Von 1984-1994 war ich Mitglieder der L.A.G. (Linzer Astronomischen Gemeinschaft) und seit dem Jahrtausendwechsel bin ich beim Astronomischen Arbeitskreis Amstetten wo ich mich rundum wohlfühle.
Nach dem Bau eine schmucken Häuschens für meine kleine Familie mit zwei herzhaften Töchtern und einer wunderbaren Frau konnte ich mir im Jahre 2002 meinen Jugendtraum verwirklichen, die Errichtung einer kleinen Sternwarte im Garten, und wenn es dann einmal richtig dunkler Himmel sein muß geht es mit dem Mobilen Equipment auf unsere Sternwarte auf dem Hochbärneck! Dabei beobachte ich am liebsten den Mond und die Planeten, dem steht aber Deep-Sky um nichts nach!
Mein derzeitiges Equipment in der Sternwarte ist ein 8" TMB-FH Refraktor als Hauptrohr, darauf montiert sind ein Bresser Messier R152 als Großfeldgerät, ein 105mm f7 Super APO als fotografischer Sucher und ein 70/900mm FH-Refraktor als Leitrohr.
Für die Fotografie kommt eine Canon 300D unmod. zum Einsatz. Als Guidingkamera dient eine Meade DSI Pro unter Verwendung von PHD-Guiding auf einem Netbook.
Mobil im Einsatz habe ich einen 80/600mm APO auf Sky-View Montierung.
Hochstöger Alexander
Geboren bin ich im Dezember 1967 in Amstetten und wohne immer noch hier. Ich bin verheiratet und von Beruf Kraftfahrer.
Zum Hobbie Astronomie bin ich durch Neugierde gekommen. Ich war ca. 11 – 12 Jahre als ich mit meiner Mutter mehrmals in der Woche zu einem nahen Bauern um Milch gegangen bin. An den Abenden Anfang Dezember sah ich über den Bäumen immer wieder drei Sterne, welche wie aufgefädelt übereinander standen und die mich faszinierten. Ich fragte mich; „was sind das für Sterne?“ Eines Abends nahm ich meinen Schulatlas und tastete mich vom Großen Bären ausgehend in Richtung der drei Sterne. Irgendwann stieß ich dann auf Orion. Das Interesse war geweckt.
Die ersten Bücher bekam ich von meinen Eltern zu diversen Anlässen, daß erste Fernrohr kaufte ich von meinem ersten Lehrgeld im Jänner 1984. Es war ein Newton RET 4,5 mit 900 mm Brennweite und 114 mm Spiegeldurchmesser welches ich mir in Linz kaufte. Mein Vater und ich brachten es mit dem Zug nach Hause.
Von meinen zweiten Ersparnissen kaufte ich mir einen Fotoapparat und eigentlich wollte ich beide Hobbies vereinen, aber das scheiterte dann doch an den Finanzen. Naja, vielleicht auch an meiner Geduld und meinem technischen Verständnis. Ich hatte zwar nie ein Moped, dafür kaufte ich mir jede Menge Bücher über Astronomie. Die ersten Jahre, bis ich endlich Führerschein und Auto hatte, beobachtete ich von unseren Garten aus, am Ostrand von Amstetten. Mein erstes astronomisches Highlight war der Komet Halley 1986. Es folgten Hyakutake und Hale – Bopp. Der absolute Höhepunkt aber war die totale Sonnenfinsternis im August 1999.
Obwohl ich immer der Meinung war nie einen astronomischen Verein beizutreten, da ich eher das Hobbie aufgeben würde als fürs Sternschaun zu zahlen, bin ich seit dem Herbst 1999 Mitglied des astronomischen Arbeitskreis Amstetten. Auch da schaute ich anfangs aus Neugierde vorbei und um Bilder von der Sofi zu bekommen, meine hatte ich leider vermasselt.
Im Jänner 2003 kaufte ich mir dann einen Celestron Refraktor mit 1000mm Brennweite und 102mm Öffnung, da ich den Newton hingerichtet hatte.
Weitere Highlights waren jene ringförmige Sofi im Mai 2003, welche bei uns zwar nur partiell zu sehen war, aber, und das war das faszinierende, bei Sonnenaufgang. Weiters ein Merkurtransit ca.
3 Wochen vorher und ein Venustransit im Juni ein Jahr später.
Seit Mai 2004 betreiben wir eine Sternwarte auf dem Hochbärneck, im Ötschergebiet, wo ich immer wieder einen Blick durch größere Geräte werfen und dabei viele faszinierende Objekte beobachten kann. Bis heute habe ich jede Beobachtung in einem astronomischen Logbuch festgehalten.
Im Dezember 2008 legte ich mir noch einen zweiten, kleineren Coated Refraktor, mit 500mm Brennweite und 102mm Öffnung zu, ich kaufte ihn Sepp ab.
Weitere Interessen habe ich für Archäologie, Geschichte und da vor allem die Antike. Außerdem wandere, lese und fotografiere ich gerne. Auch in der Geschichte der Astronomie interessiert mich die der Antike am meisten.
Bei öffentlichen Abenden auf der Sternwarte zeige ich am liebsten Doppelsterne, Planeten und offene Sternhaufen. Ich erkläre gerne die Präzession, was eine Parallaxe ist und zeige gerne Beispiele um sich Entfernungen vorstellen zu können, wobei mein Paradeobjekt 61 Cygnie ist.
Unter den Vereinskollegen bin ich als der bekannt, der gleich mal seine Optik mit einem Taschentuch abwischt, der ständig eine bissige Bemerkung auf den Lippen hat und als der, der selbst Besucher gern mal auf die Schaufel nimmt. Außerdem schreibe ich hier auf der Homepage die Beobachtungsberichte und habe auch schon das eine oder andere Bild beigesteuert. Beim Verein Hochbärneck hab ich das Amt des Kontrollers inne und beim Arbeitskreis bin ich für die Astronews verantwortlich. Ich fühle mich im Verein echt wohl und Entgegen der Befürchtungen meines Vaters ist mein Interesse für Astronomie heute größer denn je.
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